Es gibt einen „stillen Fehler“ in vielen Salons: Die Frisur sieht modern aus, handwerklich perfekt – aber sie lässt das Gesicht älter wirken, als es müsste.
Wie Hannah von „Style mit GD“ in diesem aufschlussreichen Video erklärt: „Es geht nicht darum, Trends schlecht zu machen. Es geht darum zu verstehen, warum sie im echten Leben oft anders wirken als auf Instagram.“
Jugendlichkeit entsteht nicht durch Perfektion, sondern durch Bewegung, Balance und Spannung. Wenn diese fehlen, verlieren wir an Ausstrahlung. Hier sind 5 Haartrends, bei denen Vorsicht geboten ist, und wie du sie besser machst.
Sieh dir das Video an, um die direkten Vergleiche zu verstehen:

1. Eiskaltes Platinblond
Hältst du an dem Glauben fest, dass helles Blond automatisch jünger macht? Vorsicht.
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Das Problem: Um diesen Ton zu erreichen, wird das Haar extrem strapaziert und verliert seinen natürlichen Glanz. Zudem entziehen eiskalte Töne dem Gesicht die Wärme.
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Die Folge: Der Teint wirkt flacher, müder und oft älter.
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Die Lösung: Wähle weichere Blondtöne mit neutraler oder warmer Balance. Lebendigkeit schlägt Helligkeit!
2. Steif geglättetes Haar
Eine der schnellsten Methoden, einer Frisur die Jugendlichkeit zu nehmen, ist absolute Starrheit.
Komplett glatt gezogenes und fixiertes Haar wirkt wie „eingefroren“. Jugendlichkeit reagiert auf Bewegung. Wenn das Haar atmen darf und sich bewegt, wirkt es sofort frischer. Das Glätteisen ist nicht der Feind, aber nutze es, um Form und Schwung zu erzeugen, nicht um jegliches Leben zu eliminieren.
3. Der strikte Mittelscheitel
Er ist überall zu sehen: der „Clean Girl“-Look. Aber aus struktureller Sicht ist der Mittelscheitel ab einem gewissen Alter schwierig.
Warum? Weil genau dort, wo der Scheitel sitzt (am Oberkopf), das Volumen fehlt. Fehlt dort das Volumen, wirken die Seiten schwerer und ziehen das Gesicht optisch nach unten.
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Der Tipp: Ein leicht versetzter Scheitel gibt dir die Kontrolle über das Volumen zurück und hebt das Gesicht optisch an.
4. Sehr starke, blunt geschnittene Ponys
Ein Pony kann toll sein, aber extrem gerade, schwere Kanten („Blunt Cut“) schließen das Gesicht ein und verkürzen es optisch.
Diese harten Linien addieren Härte im Gesicht – etwas, das wir mit zunehmendem Alter eigentlich vermeiden wollen. Weiche Ponys, bei denen die Haut leicht durchschimmert und die sanft in die Seiten übergehen, öffnen den Blick und sorgen für Leichtigkeit.
5. Staubige, matte Balayage-Töne
Balayage ist eine großartige Technik, aber gedämpfte, matte Farbtöne sind oft problematisch.
Haar wird mit dem Alter oft trockener. Legt man darauf einen matten Ton, wirkt das Ergebnis schnell flach, staubig und kraftlos. Glanz ist ein Zeichen von gesunder Haarstruktur. Achte darauf, dass Pflegezustand und Farbe zusammenpassen – entscheide dich im Zweifel immer für mehr Glanz statt für einen matten Trendton.
Das entscheidende Prinzip
Bevor du den nächsten Trend ausprobierst, stelle dir nicht die Frage: „Ist das modern?“
Stelle dir die Frage: „Unterstützt das mein Gesicht heute, im Alltag, ohne Filter?“
Alles, was das Gesicht optisch nach unten zieht (fehlendes Volumen oben, schwere Seiten), nimmt dir Frische. Alles, was das Gesicht anhebt (Volumen am Oberkopf, Bewegung), schenkt dir Jahre.
Welcher dieser Trends hat dich bisher am meisten überrascht? Schreib es uns in die Kommentare unter dem Video!
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